Bassklarinetten und Vollbärte

Völlig fußballfrei, aber mit Mut zur musikalischen und kulinarischen Heft igkeit beging das Mica seinen 20. Geburtstag

Feuilleton | REPORTAGE: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Lediglich in den verrückten Visuals, die später den Auftritt von Koenigleopold begleiten sollten, passten sich zwei Monchhichi-Puppen die Bälle zu. Ansonsten blieb der lauschige, mit einem Kirschbaum, einer Akazie und einem Ahorn bestandene und von einem imposanten schwarzen Kater überwachte Innenhof in der Stiftgasse -inmitten eines vom Public Viewing glühenden Grätzels -an diesem schönen, aber moderat temperierten Frühsommerdonnerstagabend aber fußballfreie Zone.

Das Music Information Centre Austria (Mica) feierte seinen 20. Geburtstag, und 20 Jahre sind nicht nichts. Das konnte man allein schon daran ermessen, dass Begriffe wie "Bundesmusikkuratoren" aus dem Humus einer Vergangenheit emporsprossen, die mittlerweile als "Ära Scholten" historisch abgeheftet worden ist. Besagte Bundesmusikkuratoren, Lothar Knessl und Christian Scheib, gedachten des pragmatischen Geistes, der seinerzeit bei der von ihnen angestoßenen Mica-Gründung herrschte, ohne sentimental zu werden -wozu doch


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