Was Wladimir Putin in Wien erspart blieb

Russlands Präsident durfte in Wien Frieden in der Ukrainefordern. Die Journalisten ließen sich zu leicht abspeisen

Falter & Meinung | GASTKOMMENTAR: WOLFGANG SPORRER | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Wer sich die Pressekonferenz von Russlands Präsident Wladimir Putin und Bundespräsident Heinz Fischer zum Thema Ukraine ansah, konnte glauben, dass hier zwei seriöse, wohlmeinende Staatsmänner die Lösung einer internationalen Krise besprechen.

Ja, natürlich sind beide für eine "friedliche Lösung des Konfliktes", für die "Einstellung der Gewalthandlungen". Gemeinsam werden "die Konfliktparteien zu Verhandlungen" aufgefordert. Auch die österreichischen Journalistenfragen schienen so formuliert, als würde diese Scheinrealität akzeptiert, als würde man glauben, dass hier unbeteiligte, konstruktive Parteien versuchen, zu einer Lösung der "gewalttätigen Krise in der Ukraine" beizutragen.

Die Realität sieht anders aus. Der Konflikt in der Ostukraine wurde bewusst von außen in das Land getragen und wird auch jetzt von außen gesteuert.

Begonnen hat er mit großteils bezahlten "prorussischen" Demonstranten, eskaliert wurde er von professionellen Spezialeinheiten, die über Nacht in


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