"Wer nicht denkt, fliegt"

Wie der Lehrer Franz Part sein Gymnasium in ein Museum moderner Kunst verwandelte

SCHULBESUCH: ARMIN THURNHER FOTOS: IRENA ROSC | Feuilleton | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014


Foto: Irena Rosc

Foto: Irena Rosc

Das Bundesgymnasium Waidhofen an der Thaya gehört zu Österreichs aufregendsten Museen. Zumindest bis zu diesem Sommer. Denn heuer geht der Kunsterzieher Franz Part (65) in Pension. Er hat ein 08/15-Schulgebäude im Waldviertel verzaubert und in eine Stätte der Kunst der Moderne und der Gegenwart verwandelt.

Wir besuchen ihn an seinem letzten Schultag. Der Pausenlärm ist gedämpft. Im dreistöckigen Gebäude herrscht leiser Stress, es ist Matura. Im Konferenzzimmer gibt es Schnitzel und Kartoffelsalat, auch der Direktor geht in Pension. Die Frau Professor trägt Kostüm, der Herr Professor Krawatte, das ist Vorschrift. Part hat diesmal keine Prüfung abzunehmen, er trägt Shorts und ein T-Shirt und führt uns durch das von ihm errichtete Wunderland. Überall an den Wänden hängen Kunstwerke, in allen Ecken stehen Plastiken, kein Zentimeter ist frei.

Die Hängung wirkt dennoch locker, kompakt und doch vielfältig, lichtdurchflutet und lustig. Nur ist der Duchamp hier ebenso wenig echt wie der Beuys oder der Jasper Johns. Beinahe alle Werke sind Repliken, hergestellt von Part allein oder gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern.

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