Schlüsselkartensteckkästchen und Spargelsuppe

In ihrem Roman "Nachkommen." folgt Marlene Streeruwitz einer jungen Schriftstellerin zur Buchpreiszeremonie nach Frankfurt

Feuilleton | ROMANREZENSION: KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 27/14 vom 02.07.2014

Mit ihrem Roman "Die Schmerzmacherin" war Marlene Streeruwitz im Herbst 2011 für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Man kann davon ausgehen, dass der Ausflug in die Buchmessen-Stadt Frankfurt und die dort vonstatten gehende Inszenierung der Preisvergabe nach dem "And the winner is"-Modus der Oscar-Nacht für sie keine sonderlich erhebende Erfahrung war und dass die Erlebnisse und Empfindungen, die sie der Protagonistin ihres Romans "Nachkommen." in den Kopf und den Körper gelegt hat, der Wirklichkeit nachgeschrieben sind.

Diese Nelia Fehn ist als Debütantin nämlich ebenfalls für den Deutschen Buchpreis nominiert worden. Wobei die Generationendifferenz -bei allen Analogien zwischen der Autorin und ihrer Figur -entscheidend ist. Die Frage etwa, ob sie Feministin sei, verneint die 20-Jährige, denn dazu müsste sie "heute sechzig Jahre alt sein". Fehns Mutter war eine erfolgreiche Schriftstellerin, aber sie ist tot -ein Verlust, der die Tochter traumatisch trifft, zumal ihr die


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