Die Abenteuer des Herrn Neumüller

Ein Wiener reist mit dem Fahrrad quer durch Europa. Ohne Geld, aber für den guten Zweck. Diese Woche geht es los

Stadtleben | Begegnung: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Doch, doch, sagt Rainer Neumüller, er fahre schon auch manchmal längere Strecken mit dem Rad: "Im Sommer, wenn ich wohin muss. Oder die Donauinsel auf und ab." Wie der Mann, der zwar nicht unsportlich wirkt, aber auch nicht gerade wie ein supertrainierter Langstreckenathlet, in zwei Monaten einige tausend Kilometer auf dem Fahrrad zurücklegen will? Es wird spannend.

Neumüller, 54, verheiratet, zwei fast erwachsene Kinder, hat ein ehrgeiziges Projekt geplant und es "Keep us going" genannt. Aus einer Laune heraus erzählte er Freunden, er wolle einmal quer durch Europa radeln - ohne viel Gepäck und ganz ohne Geld. Eine Art Selbstfindung mit sozialem Hintergrund soll der Trip werden. Neumüller will auf diese Weise am eigenen Leib erfahren, wie es ist, plötzlich mittellos in einem fremden Land zu sein wie ein Flüchtling und wie die Menschen so einem begegnen.

Nachdem er so oft von seinem Projekt gesprochen hat, Freunde und Bekannte sehr angetan waren, gab es offenbar kein Zurück mehr.


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