Nachgesehen

Ein Wiener Schauplatz, an dem kleine oder große Politik stattfindet

Politik | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Schöne Leich: Die Rapid-Familie erweist ihrem Stadion die letzte Ehre

In unserer für ihre Begräbnisbegeisterung weltberühmten Stadt werden sogar Fußballstadien mit großem Aufwand zu Grabe getragen: Am vergangenen Sonntag fand im ausverkauften Gerhard-Hanappi-Stadion zu Hütteldorf das letzte Match statt; in einem Testspiel trennten sich Rapid und Celtic Glasgow mit 1:1. Davor bejubelten 17.500 Fans in einem "Legendenspiel" Altstars wie Antonin Panenka oder Heribert Weber, danach stimmte der 88-jährige Alfred Körner, ältester noch lebender Rapidler, die Rapid-Hymne an. Dann ging für immer das Flutlicht aus.

Die im Mai 1977 als "Weststadion" eröffnete und in den letzten Jahren zu "St. Hanappi" verklärte Anlage sah neben Ländermatches und Cup-Finale 721 Pflichtspiele von Rapid, darunter das legendäre 5:0 im Europacup gegen Dynamo Dresden (1985). Nun wird das zuletzt schon baufällige Stadion abgerissen und durch einen Neubau namens Allianz-Stadion ersetzt. Dieses soll 2016 eröffnet werden.


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