TV-Kolumne

Zeit am Schirm

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Die ORF-Berichterstattung über die Fußball-WM soll ziemlich schlecht gewesen sein. Die Beobachter der Beobachter sprechen von unerträglichen Reportern und einem TV-Studio, das an eine Cocktailbar auf der Copa Kagrana Mitte der 90er-Jahre erinnert. Angeblich hocken die Moderatoren und Analytiker in Sesseln, die geplatzten Fußbällen nachgebildet sind. Aus der Anfangszeit digitaler Visualisierung soll auch das grafische Erscheinungsbild stammen, das Spielszenen in den Raum blendet. Das wirke dann so, als würde der verletzte Brasilien-Stürmer Neymar sich auf dem ORF-Studioboden krümmen.

Da ich ausschließlich die TV-Übertragungen aus Ländern von WM-Teilnehmern verfolge, wage ich nur eine Ferndiagnose abzugeben. Ein Fußball-TV-Programm kann doch nicht besser sein als der Fußball, der in diesem Land gespielt wird. Sollte in Österreich also jemals wieder ansehnlich gekickt werden, kann man ja wieder hinschalten.


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