Diese Woche halten wir zu... Opportunismus pur

Argentinien: Weil die Gauchos den Messias haben

Stadtleben | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Die Halbfinalisten Brasilien, Deutschland und die Niederlande wurden in dieser Kolumne irrtümlicherweise als WM-Sieger hochgeschrieben, dabei weiß doch jeder Trottel, dass es am Ende Argentinien wird. Denn wenn das Kollektiv stark ist, kommt es auf Einzelkönner an.

Der amtierende Weltfußballer Cristiano Ronaldo aus Portugal verfolgt die WM ja bereits seit den Finalspielen vor dem Fernseher, der brasilianische Held Neymar ist für die restliche WM wegen eines bös zugefügten Wirbelbruchs verhindert. Tja, und der Holländer Robben zeigte schon im Spiel gegen Costa Rica, dass er's doch nicht bringt, wenn's drauf ankommt. Da bleibt nur einer übrig: Lionel Messi, der kleine Fußballmessias.

Wie das argentinische Nationalheiligtum Diego Maradonna es 1986 vormachte, drückt der vierfache Weltfußballer Messi dem aktuellen Turnier seinen Stempel auf. Die Argentinier gewannen jedes Spiel mit einem Tor Unterschied, und immer ballerte der wirbelnde Messi mindestens einen in die Maschen (den Nigerianern setzte er zwei in den Kasten, den Iran schaltete er in der Überspielzeit im Alleingang aus). Nur gegen die Schweiz traf Messi nicht, da schickte er bloß die tödliche Vorlage zum Siegtreffer.

Die Frage ist nicht, ob Argentinien tatsächlich die Goldstatue gewinnt. Sondern viel eher, ob sie der kleine argentinische Kapitän alleine hochheben kann.


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