Schlösser, Huabn, Hinterhöfe - zum Start der Sommertheater-Saison

Lexikon | Vorschau: Hermann Götz | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Was ihr wollt" ist so ein programmatischer Shakespeare-Titel, der im Sommer gerne auf dem Programm steht. Was wir wollen, ist zu dieser Jahreszeit offensichtlich die Freiluft in Schloss-oder Burghöfen und leichte Muse dazu. Aufs WM Public Viewing folgt daher Kino oder eben Theater unter Sternen.

Und so wandern die Theater in den Hinterhof aus, wie die schaubühne graz, die im Hof der Mohren-Apotheke ihres Impresarios Christian M. Müller den "Weibsteufel" von Karl Schönherr gibt (Premiere am 9.7.). Oder sie sperren zu, womit die Darsteller frei sind, sich auf See- oder Schlossbühnen zu verdingen. Zum Beispiel in Piber, wo das Who's who der Grazer Kleintheater-Mimen zusammenkommt. (Quasi alle, die nicht beim Grazer Straßentheater sind, das bis 26. Juli im Hof des Ferdinandeums "Komm aus dem Schrank" spielt.) Ab 16.7. zeigen die Schlossfestspiele Piber - erraten: "Was ihr wollt". Und dann gibt es noch das klassische Laienensemble, das einfach aus Spaß an der Sache sommerliches Theater macht. So die Spielgemeinschaft Hohenrain, die als Schlossfestspiele Reinthal am Taggerhof in Kainbach noch den ganzen Juli Molière interpretiert ("Der Bräutigam aus der Provinz"). Oder das Brandluckner Huabn Theater, das Piber nicht nur terminlich Konkurrenz macht: Auch hier zeigt man ab 16.7. Shakespeare ("Die lustigen Weiber von Windsor"). Natürlich gibt es Verweigerer: Am THEO in Oberzeiring wird für den August geprobt (ab 2.8.:"Das kleine Zimmer am Ende der Treppe" von Carole Frèchette). Und in der bluatschwitz black box in Bad Aussee macht man schon am 11.7. ernst mit Kultur: "Goethe: Faust I und II."


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