Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (172)

Stadtleben | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Herr J. hofft auf unsere Expertise: Darf man Bekannte beim Trinkgeldgeben übertrumpfen? Oder desavouiert Herr J. seinen Begleiter und stellt diesen als Geizkragen hin (was er auch ist)?

Bereits vergangene Woche haben wir uns hier ausführlich dem Thema Trinkgeld gewidmet. Offenbar gibt es diesbezüglich aber große Unsicherheiten, und wir werden versuchen, diese so gut es geht zu mildern. Oberstes Gebot: Das Geben von Trinkgeld obliegt dem Goodwill des Kunden. "Zehn Prozent des Rechnungsbetrags" gilt als Faustregel, doch je nach Qualität des Services und der Konsumation darf es auch mehr oder weniger sein. Sie sollten sich bei der Feststellung des Betrages also weniger an der Freigiebigkeit Ihres Bekannten orientieren, werter Herr J., als sich vielmehr von Ihrer eigenen Zufriedenheit leiten lassen. Bestenfalls hat Ihre Spendabilität auch noch einen pädagogischen Effekt auf den Geizkragen.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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