7 Sachen, die Sie über ÖFFENTLICHE TOILETTEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Öffentliche Klos werden immer weniger!

Das stimmt. Die einst 330 von der MA 48 betreuten WC-Anlagen der Stadt werden tatsächlich nach und nach geschlossen. Grund sind die hohen Kosten, die die Bezirke tragen müssen.

Wie viel kostet denn so ein WC?

Je nach Standort kostet eine öffentliche Toilette rund 30.000 bis 150.000 Euro pro Jahr. Die Stadt Wien gibt jedes Jahr etwa drei Millionen Euro für öffentliche Toiletten aus.

Dabei muss man doch eh fast überall 50 Cent einwerfen - als Frau zumindest.

Tatsächlich sind jetzt schon viele öffentliche WCs kostenpflichtig. 33 werden von einer WC-Dame oder einem WC-Herren in Schuss gehalten.

Demnächst sollen ja auch die U-Bahn-Klos kostenpflichtig werden, oder?

Richtig. Seit Februar sind nämlich die Wiener Linien für die 71 öffentlichen U-Bahn-Toiletten verantwortlich und die klagen über die hohen Reinigungs- und Erhaltungskosten.

Und wie hoch sollen die Benützungsgebühren künftig sein?

Laut Wiener Linien sollen ab Jahresende überall 50 Cent eingehoben werden. Bei den Frauen und den Männern. Also endlich ein Unisex-Preis.

Werden auch bei den U-Bahn-Stationen WCs geschlossen werden?

Anzunehmen. Bislang wollen die Wiener Linien dazu aber nichts sagen.

Müssen Wirte einen eigentlich aufs Klo gehen lassen?

Nein, wenn man kein zahlender Gast ist, können sie es einem verbieten. Ein Ottakringer Grätzel hat sich zum Beispiel mit einem Pizzariabesitzer geeinigt und zahlt ihm 600 Euro im Jahr, damit er sein Klo öffentlich benutzbar macht. Auch eine Lösung.


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