IT-Kolumne

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Medien | Ingrid Brodnig | aus FALTER 28/14 vom 09.07.2014

Ich habe nun zum allerersten Mal Google Glass ausprobiert. Diese Datenbrille ist schon sehr cool: Sie überträgt den Sound nicht über herkömmliche Kopfhörer, sondern mit Vibrationen über den Schädelknochen (wo der Brillenbügel anliegt). Ihr gläsernes Display liegt oberhalb des zentralen Sichtfeldes, lenkt also nicht ab. Wie praktisch. Die entscheidende Frage lautet aber: Wofür braucht man das?

Der nette Herr von Google nannte drei Beispiele: Ein Radfahrer kann den Berg hinabfahren und dies filmen. Ein Chirurg operiert, seine Studierenden schauen via Videostream zu. Das klingt sinnvoll, auch wenn ich weder operiere noch Radrennen fahre. Das dritte Beispiel ist etwas alltäglicher: Wer eine Hochzeit besucht, kann diese nebenbei filmen und sich auf das Event konzentrieren. Ich bin da aber skeptisch: Alle laufen normal herum, nur ich trage eine Datenbrille? Erstens wäre ich (und nicht das Brautpaar) das große Gesprächsthema. Zweitens wäre das sogar mir zu geekig.


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