Urbanes Betragen

Benimmfibel für Großstadtmenschen (173)

Stadtleben | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

Darf er, will Herr Sch. wissen, einen mit offenem Mund lautstark Kaugummi kauenden Fremden in der U-Bahn bitten, seinen Mund zu schließen, wenn er sich gestört fühlt?

Herr Sch., Sie Held, tun Sie, was getan werden muss, und schreiten Sie ein! Sprechen Sie ein Machtwort im Namen aller unter Kaugummiknatschern Leidenden. Denn wer hasst dieses penetrante Geschmatze schließlich nicht? Vermutlich leiden sogar unsere rund 202.000 hörgeschädigten Mitmenschen unter Phantomknatschschmerzen, die alleine schon der Anblick eines mit offenem Mund Kaugummikauenden auslöst. Anzunehmen, dass sich Kaugummiknatscher sogar gegenseitig für die enervierende Geräuschkulisse hassen. Sie jedenfalls, werter Herr Sch., täten nicht nur sich selbst, sondern der ganzen Gesellschaft einen unermesslichen Gefallen, indem Sie gegen diese akustische Belästigung vorgehen.

Noch Fragen? stadtleben@falter.at


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