Kolumne Außenpolitik

Sicherheit für Israel? Nur mit Sicherheit für die Palästinenser

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

Noch bis vor kurzem gab es die Illusion, dass aus dem ältesten Krieg des Nahen Ostens ein gefrorener Konflikt werden könnte.

Mit der Wirtschaft in den besetzten Palästinensergebieten ging es aufwärts. In Ramallah, wo sich früher Jugendliche und Besatzungssoldaten Straßenschlachten lieferten, entstanden Shops und Hotels. Jenseits der Mauer, in Israel, schien die Zeit weit entfernt, als die Angst vor Selbstmordanschlägen den Alltag prägte. Die palästinensische Wirklichkeit verschwand aus dem Bewusstsein der israelischen Bürger.

Zwar ging der jüdische Kolonisierungsprozess in der Westbank weiter, trotz amerikanischer und europäischer Proteste. Ernsthafte Friedensverhandlungen wurden dadurch unmöglich. Aber es schien, als ob das Chaos in der arabischen Nachbarschaft die verfeindeten Völker in eine Art Schockstarre versetzt hätte.

Der Luftkrieg zwischen Israel und der Hamas hat dem Wunschtraum, dass sich der langjährige Kernkonflikt der Region durch den Faktor Zeit quasi von selbst


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