Rauf und runter im Hochbett

Übernachtung im Museum gefällig? In Carsten Höllers Ausstellung "Leben" stehen ein Spezialbett und ein Wassertank bereit

Feuilleton | Reportage: Nicole Scheyerer | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

Im Augarten dämmert es. Millionen von Menschen verfolgen gerade das WM-Finale, aber ich steuere ein Schlafzimmer ohne Fernseher an. Vor der Ausstellungshalle von TBA 21 treffe ich den netten Mitarbeiter, der die Übernachtungsgäste in Carsten Höllers Ausstellung "Leben" betreut. Es gebe viel zu erklären, sagt der junge Mann. Man würde gar nicht glauben, wie viel.

Wir durchschreiten eine Videoinstallation mit Hip-Hop aus dem Kongo. Dann folgt das Herzstück der Ausstellung: das runde "Aufzugbett", das per Knopfdruck langsam auf 3,5 Meter Höhe hinauffährt. Wer durch die Absperrung aus Plexiglas tritt, erklimmt die Schlafstatt über ein weißes Treppenrondeau. Erstmals wurde das futuristische Bett 2010 im Hamburger Bahnhof in Berlin eingesetzt, wo Höller ein Rentier-Gehege eingerichtet hatte. Damals kostete die Übernachtung über den Geweihen 1.000 Euro; in Wien zahlt man am Wochenende schlappe 490 Euro.

Zuerst aber noch baden im "Psychotank", einem mit warmem Salzwasser gefüllten


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