Prost!

Über Lokalmatadore, die Bier und Energie zur Verfügung stellen

Lexikon der Getränke. Diese Woche: Hainfelder Edel Pils

Stadtleben | MS | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

Kennen Sie das Hainfelder Bier? Nicht, dass man alle Biere, die seit geraumer Zeit wie Pilze aus dem Boden schießen, kennen müsste. Aber das hier macht uns stutzig. Warum? Weil es das Hainfelder Bier -so steht es zumindest auf dem Etikett - seit 1757 (also noch vor der Französischen Revolution!) gibt und wir noch nie davon gehört haben.

Zufällig stößt man durstigen Gaumens während eines Ausflugs im Naturpark Sparbach darauf und eher unauffällig kommt es daher. Steuert man die informationstechnisch sparsam gestaltete Website des Hainfelder Bieres an, dann erfährt man, dass die Brauerei eine Hackschnitzelanlage betreibt und zusätzlich Energie aus einem eigenen kleinen Wasserkraftwerk bezieht. Mit dieser Anlage, so erfährt die interessierte Getränkekolumnistin, werden auch das Seniorenheim, Privathaushalte und sommers das Freibad beheizt. Es wird betont, dass dem mittelständischen Betrieb das sehr enge und vertrauensvolle Verhältnis zu den Gasthäusern der Umgebung am Herzen liegt - darin ist womöglich der Grund zu finden, warum man den Schritt in ein weiteres Verkaufsumfeld nie gesetzt hat.

Und das Sortiment der Brauerei? Es ist überschaubar, aber durchaus vollständig: ein Lagerbier hell, ein Edel Pils, Spezialbier dunkel und hell, ein Weihnachtsbier und nicht zuletzt gibt es auch einen Radler mit Zitronenlimonade. Das Edel Pils, um das es hier eigentlich gehen soll, ist ungewohnt herb, aber nicht unsympathisch. Weitere Verkostungen sind vonnöten.


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