Wien, wo es isst

Böhmischer Prater: Uns Erwachsenen bleibt nur das Langos

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

Müßig ist es, vom Böhmischen Prater zu schwärmen. Das wurde nämlich schon etwa 80.000-mal und in jedem nur erdenklichen Druckwerk gemacht, darum hier jetzt nicht noch einmal. Oder nur ganz kurz. Denn der Platz, an dem vor 150 Jahren die Werkskantine der Ziegelfabrik stand, um die sich dann nach und nach Fahrgeschäfte scharten, ist einfach so grandios wunderbar. Diese uralten Ringelspiele, das Flugzeugkettenkarussell, das kleine Autodrom, diese unsagbar herzigen Elektroautos! Selten verflucht man als Erwachsener Körpergröße und Gewicht mehr als im Böhmischen Prater.

Zuckerwatte nur in der Tram

Aber es gibt Trost, feste und flüssige Nahrung, die designmäßig auch irgendwie in den frühen 70ern hängengeblieben scheint, und das ist völlig okay so. Sabine's Ranch bei der S-Bahn-Station Grillgasse eignet sich als Einstimmung ganz gut, ein Würstelstand wie aus "Out of Rosenheim", in adrettem Ranch-Style, die geräucherte Bratwurst wird auf blauem Glasteller serviert, Ketchup wird


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