Ein Kinderspiel

Von wegen Teen-Mom: Porträt einer jungen Mutter, die ihr Leben im Griff hat

Stadtleben | Porträt: Jan Michael Marchart | aus FALTER 29/14 vom 16.07.2014

"Latif, komm! Latif, bitte. Latif, ein bisschen schneller! Latif, lauf!", doch Latif, 18 Monate alt, bewegt sich nur mit langsamen Schritten fort, dann bleibt er stehen. Wie hypnotisiert blickt der Kleine in das Schaufenster eines Kleidergeschäfts. "Latif, wir müssen weiter." Große, dunkelbraune Augen fokussieren plötzlich die Mutter. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, strahlend weiße Kinderzähnchen kommen zum Vorschein. Der Bub läuft ihr entgegen, umarmt ihr Bein.

Das besagte Bein gehört Bea, 20. Die Worte, die sie an ihr Kind richtet, sind klar und bestimmt, aber mit einem sanften und empathischen Ton unterlegt. "Ich bin durch Latif bestimmt reifer und verantwortungsvoller geworden", sagt Bea. "Mein Leben wurde durch ihn schöner, ich bereue keinen Tag mit ihm. Die schönste Belohnung für mich ist, wenn er lacht und es ihm gutgeht."

Das klingt fast wie aus einem Werbefilm, ist aber in diesem Fall Realität.

Latif, das heißt übersetzt der Gütige. Er kam am 3. Dezember


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