Die erwachsenenfreie Zone

In Familienbäder dürfen Erwachsene nur in Begleitung von Kindern rein

Stadtleben | Reportage: Anna Holl | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Die Geräuschkulisse im Familienfreibad Augarten ist konstant. Kinder schreien, kreischen und lachen. Das Wasser sprudelt, rinnt und spritzt. Manchmal bläst die Badefrau in ihre blaue Pfeife. Halina El-Leithy steht auf der Brücke, die das große Becken teilt, und beobachtet das Vergnügen genau. Sprünge und Arschbomben sind verboten.

Seit über 15 Sommern macht El-Leithy schon die Badefrau im Kinderbad. Im seichten Becken für Nichtschwimmer steht eine Schar Kinder rund um den Wasserigel. Gemeinsam versuchen sie, dessen Wasserstacheln mit den Händen zu blockieren. Auf der Elefantenrutsche sausen die Kinder den Rüssel runter. Ein kleines, blondes Mädchen ruft "Attacke!". Sie und zwei Freundinnen hängen sich gleichzeitig an die Füße der Mutter.

Kinder dürfen Kinder sein

Das Augartenbad ist eines von zehn Familienfreibädern in Wien. In diesen Bädern dreht sich täglich von zehn bis 20 Uhr alles um die Kinder. Erwachsene ohne Kinderbegleitung dürfen nämlich nicht hinein ins Bad.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige