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Nicht nur Musik: ein Wortschwall beim Popfest

Lexikon | SF | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Schon klar: Das Geschehen auf der Hauptbühne und des Nächtens in den kleineren Clubs erregt beim Popfest Wien das meiste Aufsehen. Aber dieses Treiben wird auch von einem ansprechenden Begleitprogramm abgerundet. Im Wien Museum finden am Samstag und Sonntag unter dem Motto "Wortschwall" Vorträge und Diskussionen zum Thema Pop statt, die sehr interessant zu werden versprechen.

Es beginnt am Samstag um zwölf Uhr mit "No space - no sound. Szenen brauchen Raum", einer Diskussion über Experimentierfelder abseits kommerzieller Partys, über Proberäume und Auftrittsmöglichkeiten für den Nachwuchs. Es sprechen u.a. die Produzentin Susanne Kirchmayr alias DJ Electric Indigo und Stefan Stürzer vom Kulturzentrum Werk. Um 14 Uhr folgt ein Panel zu "Girls only! Gender-Strategien im Pop", die es sich zum Ziel gesetzt haben, vor allem für junge Frauen den Zugang zu Musik und Popkultur zu erleichtern. Teilnehmer sind Patricia Enigl alias Irradiation, Ulli Mayer und Robert Gross. Um 16 Uhr fragen sich Popfest-Kuratorin Violetta Parisini und Musikunternehmer Hannes Tschürtz: "Was bringen Pop Awards?"

Tags darauf wird um zwölf Uhr mit dem Thema "Social Media Stardom - Zufall oder Masterplan?" gestartet. Darüber reden auf Facebook womöglich schon sehr berühmte neue Stars mit Namen wie "FlicFlac" oder "salute". Um 15 Uhr geht es ans Eingemachte. Robert Rotifer spricht mit dem Ex-Konzertveranstalter Berthold Seliger über "Das Ende vom Geschäft mit der Musik". Etwas hoffnungsvoller klingt das Thema des letzten Panels: "Let them in: Mehr (gute) Ö-Musik auf allen Kanälen!". Um 17 Uhr tauschen sich Walter Gröbchen, Thomas Rabitsch und die Popfest-Kuratoren Parisini und Wolfgang Schlögl dazu aus. Also: Nicht nur Wall of Sound, sondern auch Wortschwall.

Wien Museum, Sa, So 12.00


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