Nachgetragen

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Abschied von einem engagierten Wiener Sozialdemokraten

BENEDIKT NARODOSLAWSKY

Vor drei Wochen stand der Donaustädter Bezirksvorsteher Norbert Scheed noch auf der Großbaustelle in Aspern, eine Schaufel in der Hand, ein Lächeln im Gesicht. Der Schweizer Konzern Hoerbiger feierte mit ihm den Spatenstich, um den ersten Industrieschwerpunkt in der Seestadt Aspern zu setzen. Mehr als 500 Arbeitsplätze sollen hier entstehen - ein 45-Millionen-Euro-Projekt. Wenig später eröffnete der Bezirkschef in der Kaisermühlenstraße eine der größten Passivhaus-Wohnanlagen im Land. Scheed, der engagierte Sozialdemokrat, der für seinen Bezirk lebte.

Nun wehen schwarze Fahnen vorm Bezirksamt in der Donaustadt. Scheed starb vergangenen Mittwoch im Norwegen-Urlaub an einem Herzinfarkt, einen Monat vor seinem 52. Geburtstag.

Scheed hinterlässt eine Frau, eine Tochter und ein politisches Vermächtnis. 1994 verfasste er ein Memorandum zur Arbeitnehmerförderung in Wien, das in der Gewerkschaft als die Initialzündung

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