Noch mehr Bands, noch mehr Locations: das Programm des Popfests 2014

Feuilleton | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Alles neu und doch wieder nicht beim Popfest. Erstmals wurde der Ö-Musik-Gratiskonzertreigen auf dem Karlsplatz von einem Duo zusammengestellt, mit dem Red-Bull-Brandwagen gibt es neuerdings eine zweite Open-Air-Bühne (u.a. mit dem Dialektrapper A.geh Wirklich? am Freitag und der Trash-Rock-Queen Ana Threat am Samstag), dazu kommt ein samstäglicher Ausflug ins Museumsquartier ("The Singer Songwriter Circus" sowie Elektronik in unterschiedlicher Detailausfertigung). Mit insgesamt rund 60 Konzerten ist das Programm so üppig wie nie zuvor.

Die Seebühne vor der Karlskirche wird betont stilpluralistisch bespielt. Songwriterkunst (Schmieds Puls) und Pop (Viech) stehen zum Auftakt neben Hip-Hop (Nazar, Yasmo &SK Invitational feat. Blak Twang); am Freitag folgen unter anderem der Hang-Groove von Manu Delago Handmade und die Popeleganz von We Walk Walls; am Samstag Indiefolk (The Florian Horwath Ensemble), Soul (Lylit), Wienerlied (Molden, Resetarits, Soyka, Wirth) und Elektronik (Holy Oxygen).

Ungleich homogener präsentieren sich die Nächte in den Clubs: der Donnerstag ist in der TU elektronisch und im Brut avantgardistisch, am Freitag heißt es in der TU "queer und knallbunt", während im Brut viermal unkonventionelle Triomusik erklingt, etwa von Elektro Guzzi und Bulbul; am Samstag regiert in der TU das Lied (Der Nino aus Wien, Sir Tralala u.a.). Empfehlenswert ist auch das von Konzerten unterbrochene diskursive Rahmenprogramm ("Popfest Sessions") im Wien Museum (Samstag und Sonntag ab 12 Uhr).

Mit der Dreampopband Over At The Stars, einem Kontrabasssolo von Manu Mayr und einem Konzert der Thereminspielerin Dorit Chrysler klingt das Popfest am Sonntag in der Karlskirche aus.


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