Nachspielzeit im Kasino

Grobe formale Fehler werfen ein schiefes Licht auf die Vergabe der Kasinolizenzen

Politik | Bericht: Eduard Müller | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Je ausgeglichener ein Wettstreit ist, desto knapper fällt oft dessen Ergebnis aus. Hundertstel Sekunden können über den obersten Platz am Podest entscheiden. Bei der jüngsten Vergabe der Kasinolizenz für Niederösterreich machten ganze 1,34 von 490 möglichen Punkten, die das Finanzministerium zu verteilen hatte, den Glücksspielkonzern Novomatic mit seinem Projekt in Bruck an der Leitha zum Gewinner der Ausschreibung - vor den Casinos Austria, die in Krems eine Spielbank hätten eröffnen wollen.

Der unterlegene Quasi-Monopolist, der bisher alle zwölf Kasinos im Land betrieb, will gegen das knappe Resultat klagen. Denn in der Begründung des Negativbescheids, der dort Ende Juni ins Haus flatterte, finden sich haarsträubende Fehler. Die Bescheide liegen dem Falter vor und liefern Einblicke in den Ablauf der Vergabe.

Rechenfehler und Verwechslungen So werden in der Tabelle auf Seite 225 die erzielten Punkte der beiden Glücksspielkonzerne zu den jeweiligen Anforderungen bei "Infrastruktur"


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