So muss Brötchen

Italienisch kochen (2): Fürchterlich umständlich, wenn man Tramezzini richtig machen will

Stadtleben | Gerichtsbericht: Werner Meisinger | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

An der italienisch inspirierten Küche kristallisiert sich sehr schön das grassierende Missverständnis zum Thema "Küchenarbeit" heraus. Weil Arbeit gemeinhin mit Mühsal konnotiert ist und möglichst schnell vorübergehen soll, ist vielen Menschen, die "eigentlich gern kochen", Küchenarbeit eigentlich nicht angenehm. Diese wünschen sich "Rezepte, die schnell gehen".

Das Missverständnis besteht in der Annahme, dass es wenig und viel Küchenarbeit gäbe. Tatsächlich gibt es nur gebotene Küchenarbeit, die als qualitätsneutral zu betrachten ist. Mehr Küchenarbeit als die gebotene zu verrichten - als da wären Tomatenrosen zu schnitzen, Saucenspiegel mit Esterházy-Mustern zu verzieren und dergleichen - sowie weniger als die gebotene Küchenarbeit auf sich zu nehmen - zum Beispiel Mayonnaise nicht selbst zu rühren, sondern arbeitsverringernd aus der Tube zu quetschen, Paradeissauce nicht selbst zu kochen, sondern "Sugo" aus dem Glas zu kippen - zeugen vom gleichen Unverständnis für


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