Öffnet die Schulen in den Ferien!

Zehntausende Kinder freuen sich über die lange Auszeit im Sommer. Was sagt das über unser Bildungssystem?

Falter & Meinung | Gastkommentar: Georg Koenne | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Die Sommerferien sind in voller Blüte, die Schüler in den Freibädern, und überall herrscht Erleichterung. Da stellt sich eine gewichtige Frage: Was sagt diese Freude über geschlossene Schulen eigentlich über unser Bildungssystem aus? Wieso freuen wir uns, wenn die Schule zu hat?

Die Sommerferien sind für viele eine Freude, aber nicht für alle. Viele Eltern - vor allem alleinerziehende (aber nicht nur die) - stehen vor der Aufgabe, eine sinnvolle und sinnstiftende Beschäftigung für ihre Kinder zu finden. Auch wenn die Angebote dafür besser werden, gelöst ist das Problem für die meisten nicht.

Wieso haben Schulen also im Sommer zwei Monate geschlossen? Nur aus Tradition.

Aus pädagogischer Sicht macht es wenig Sinn. Es braucht Lernphasen und Konsolidierungsphasen, Anstrengung und Entspannung, aber der derzeitige schulische Rhythmus ist nicht an den Lernrhythmus angepasst.

Die Sommerferien entstammen in Wahrheit einer vergangenen Zeit, als Kinder und Jugendliche im Sommer bei der


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