Was steckt hinter dem Brief? Eine Spurensuche

Ruth Eisenreich | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

"Vierteljahresschrift für gutes Deutsch und abendländische Sprachkultur" lautet der Untertitel der Wiener Sprachblätter. Herausgegeben wird das Heft vom laut Webseite "am 23. Nebelmond (November) 1949" gegründeten "Verein Muttersprache", den man "fernmündlich" oder via "Fernbild (Fax)" kontaktieren kann und in dessen Vorstand statt eines Kassiers ein "Säckelwart" sitzt. An der Adresse des Vereins, Fuhrmannsgasse 18,1080 Wien, haben diverse Burschenschaften ebenso ihren Sitz wie die "Österreichische Landsmannschaft", die den rechtsextremen Eckartboten herausgibt und früher die einzige Verkaufsstelle für WKR-Ball-Karten war.

Als bekannt wurde, dass ausgerechnet dieses Heft den offenen Brief gegen das Gendern erstveröffentlicht hatte und dass einer der Autoren, der emeritierte Sprachwissenschaftler Heinz-Dieter Pohl, im Vorstand des Vereins sitzt, gingen vor allem auf Twitter die Wogen hoch.

Dabei sei das nur einem Missverständnis geschuldet, sagen der AHS-Lehrer und Koautor Tomas


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