Theater Kritiken

Shakespeare I: Im Park mit Julia und Romeo

Lexikon | Martin Lhotzky | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Der junge Mann auf den Stufen zur leeren Bühne zupft Gitarre und singt "Mr. Brightside" von den Indie-Rockern The Killers. Sieht Regisseur Eric Lomas (auch als Pater Lorenzo im Einsatz) Romeo also als Mörder? Ein Totschläger ist er auf jeden Fall, verschuldet erst den Tod seines Kumpanen Mercutio, ersticht dann noch Tybalt und Paris, bevor er an der Bahre seiner (heimlichen) Gemahlin Julia Gift trinkt. Shakespeares "Romeo and Juliet", alternierend englisch und deutsch in gleicher Besetzung, ist die Sommerproduktion von "Open House Theatre Co". Es geht weniger um Liebe als um jugendliches Ungestüm - schon daran zu bemerken, dass die Titelhelden ziemlich laut herumschreien. Für ein Freiluft-Theater im idyllischen Schlosspark ist das aber eh ganz okay.

Schloss Pötzleinsdorf, Fr, Mi 19.30 (dt.), Sa, Di, Do 19.30 (engl.)


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