Ein Putschversuch als erster Schritt zur Weltherrschaft

Spannend beschreibt der Historiker Kurt Bauer, wie der versuchte Nazi-Umsturz in Wien 1934 vom Kreis um Adolf Hitler gesteuert wurde

Politik | Rezension: Erich Klein | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Bayreuther Festspiele. Vom 21. bis zum 31. Juli 1934 ist die bayrische Festspielstadt die Machtzentrale des Deutschen Reiches, der Reichskanzler gibt sich die Ehre als Wagnerianer. Allein am Abend des 25. Juli, während der Aufführung von "Rheingold", herrscht in Adolf Hitlers Loge Unruhe. Adjutanten überbringen permanent Nachrichten, der Führer reagiert nervös, Propagandaminister Joseph Goebbels notiert in seinem Tagebuch: "Man hört nur mit halbem Ohr zu. Immer neue Alarme." Grund für die Aufregung ist das Fehlschlagen eines Putsches einer Gruppe österreichischer Nationalsozialisten inklusive Ermordung des damaligen Bundeskanzlers Engelbert Dollfuß.

In Bayreuth verfolgt man den Putsch

Auch wenn sich Hitler im Lauf dieses Abends noch länger beim Leberknödelsuppenessen in Bayreuth aufhält, um seine Nichtbeteiligung an den Wiener Ereignissen allen Anwesenden zu demonstrieren - die Frage, wer und was genau dahintersteckte, beschäftigt die Geschichtswissenschaft seit Generationen.


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