Impulstanz Tipps

Improvisation als politischer Ansatz

Lexikon | WK | aus FALTER 30/14 vom 23.07.2014

Neben ihrer großen Bühnenarbeit "Built to Last", die 2013 bei Impulstanz zu sehen war, hat die in Berlin lebende US-Choreografin Meg Stuart ein Format wiedererweckt, mit dem sie seit ihren Anfängen reüssiert: Improvisation. Das im Rahmen einer Residency am Berliner Hebbel am Ufer (Hau) in zahlreichen Improvisationssettings entwickelte Stück "Sketches/Notebook" mit seiner assoziativen Szenenfolge ist ein nervöser, tranceartiger Transformationsprozess. Die Körper der Performer verwandeln sich in verschiedene archetypische Figuren und spiegeln so die Vieldeutigkeit des menschlichen Wesens. "Wir haben unsere Sicherheiten verloren", sagt Meg Stuart. "Aber wir haben nicht die Courage, andere Gesellschaftsformen zu erproben." Zumindest auf der Bühne kann man's ja einmal versuchen.

Museumsquartier, Halle G, Do (24.7.) bis So 21.00 (Sa extended version!)


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