Die Außerirdischen im Orient

Die USA agieren im Nahen Osten völlig ahnungslos und unwillig - und für Europa bleibt der Scherbenhaufen

GASTKOMMENTAR: KARIN KNEISSL | Meinung | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Was die Streithähne im Nahen Osten derzeit eint, ist ihre gemeinsame Wut auf US-Außenminister John Kerry. Sein Plan schockiert Israel ebenso, wie er die PLO, Jordanien und Ägypten verprellt. Denn die Strippen in der US-Vermittlung ziehen offensichtlich die Türkei und Katar, die radikale Islamisten in der Region massiv unterstützen. Dies gilt für das kriegsversehrte Syrien noch viel mehr als für Gaza.

Im jüngsten Versuch, eine stabile Feuerpause zwischen Israel und der Hamas zu erreichen, ließ sich der oberste US-Diplomat offenbar von seinen Kollegen aus Katar und der Türkei den Text einflüstern. Darin war keine Rede mehr von der Zerstörung der Tunnel und militärischer Anlagen, wie Israel es fordert. Ebenso wenig war über palästinensische Bedingungen in dem geheimen Dokument zu lesen, das die israelische Tageszeitung Haaretz veröffentlichte. Nicht nur die israelische Regierung, sondern auch die liberale Haaretz zweifelt am Urteilsvermögen des Amerikaners: "Es ist, als sei

Abo hier bestellen Abo hier bestellen
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl und erhalten Sie sofort einen Digitalzugang, um Artikel kostenfrei zu lesen.
Wenn Sie kein FALTER-Abo haben, können Sie diesen Artikel hier einzeln kaufen, als neuer Nutzer kostenfrei mit Startguthaben.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige