Irgendwas stimmt scheinbar nicht im Paradies von La Roux

Feuilleton | MUSIKKRITIK: GERHARD STÖGER | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Etwas seltsam ist es schon. Während sich die Welt immer schneller dreht und immer kleiner wird, regiert im Pop die neue Langsamkeit. Die Beatles und die Stones veröffentlichten anfangs noch bis zu zwei Alben pro Jahr, und für neue Singles reichten Zeit und Kreativität dazwischen auch noch aus; Prince und Madonna produzierten in den 1980ern beinahe jährlich ein Album.

Heute hingegen dauert es zwei, drei Jahre, bis einem vielversprechenden Debüt weitere Aufnahmen folgen. Im Fall von La Roux sollten es sogar fünf Jahre werden. 2009 kam das britische Duo aus einem Zeitloch gepurzelt, sein forscher 80er-Jahre-Synthiepop sorgte ebenso für Begeisterung wie die queere Ästhetik der Sängerin Elly Jackson, die La Roux verkörperte, während ihr Songwriting-und Produzentenpartner Ben Langmaid im Hintergrund blieb.

Zu ihm hatte man nicht einmal ein Bild, während Jacksons markante Haarsprayfrisur und ihr unergründliches Porzellanpuppengesicht umso präsenter waren. 2010 wirkte sie auch als


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