Pop-Avantgarde, hart und zart

Größer und experimenteller: Impressionen vom fünft en Popfest, das auf dem und rund um den Karlsplatz statt fand

Feuilleton | Reportage: Katharina Seidler | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Hitze, schwarze Spitze, eine Akkordeonistin mit Trauerschleier: Es ist ein Uhr früh und der Hauptraum des Brut ist voll. Die Menschenschlange vor dem Eingang hat sich an diesem Donnerstagabend nur langsam aufgelöst; in den kommenden Tagen wird sie zeitweise über den ganzen Vorplatz bis zur Straße hin reichen.

Auf der Bühne steht, ganz in Schwarz gekleidet, die sechsköpfige Wiener Band Glutamat und changiert in ihrer Musik zwischen Garagenpunk, avantgardistischem Pop und aktionistischem Cabaret, dem Sprechgesang eines Blixa Bargeld und der eindringlichen Chansonstimme einer Hildegard Knef.

Es ist eine Band, die exemplarisch für das Line-up des Popfests 2014 ist. Das Kuratorenteam Violetta Parisini und Wolfgang Schlögl hat sich besonders um stilistische Vielseitigkeit bemüht, und so ist der Anteil an experimentellen Acts abseits klassischer Songstrukturen heuer im Programm größer als in den vergangenen Jahren.

Gleich geblieben ist bei dem viertägigen Fest vor allem die gemütliche


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