Von Schwarz-Grün zu Pink

Mit Partizipation und pinken Sofas will Beate Meinl-Reisinger die Neos ins Rathaus führen

Politik | PORTRÄT: RUTH EISENREICH | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Es gibt ein Foto von jubelnden Menschen, das die Neos lange für ihre Onlineauftritte verwendet haben. Ganz vorn in der Mitte steht, nein: hüpft Beate Meinl-Reisinger. Sie trägt einen pinken Schal über dem blauen Kleid, ihre Haare sind zerzaust, ihre Augen geschlossen, ihr Mund zum Kreischen weit aufgerissen.

Das Foto wurde in der "Neosphäre", dem Parteilokal der Neos, aufgenommen, Sekunden nach der Bekanntgabe der ersten Hochrechnung zur Nationalratswahl 2013. Es war der Moment, in dem feststand, dass die Partei ins Parlament einziehen würde. Der Boden der Neosphäre bebte an diesem Abend, Meinl-Reisinger weinte vor Freude.

Keine zehn Monate später, an einer Kreuzung in Wien-Rudolfsheim. Es ist neun Uhr früh, Autos röhren vorbei, Menschen hasten von der Straßenbahn zur U-Bahn-Station, vor dem McDonald's trinken Arbeiter ihren Kaffee. Dazwischen: ein Infostand, zwei kleine pinke Sofas, pinke Sitzwürfel und Beate Meinl-Reisinger.

Schon wieder Wahlkampf, wenn auch noch nicht offiziell.


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