"Ich mache keinem die Mauer"

Der neue Leiter der Karlau über Todesfälle hinter Gittern, nötige Reformen und sein Verständnis für Häftlinge

Steiermark | ANTRITTSINTERVIEW: DONJA NOORMOFIDI | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014


Josef Mock sagt, er glaube an Gerechtigkeit, und bezeichnet sich selbst gerne als Optimisten. Als Leiter des drittgrößten Gefängnisses Österreichs mit bis zu 522 Insassen schadet das sicher nicht. Der Mittfünfziger leitete zuletzt die Justizanstalt Wels, zuvor war er stellvertretender Leiter im Vorzeigegefängnis Leoben. Die Karlau übernimmt Mock in einer heißen Phase, seit Herbst gab es dort gleich vier Todesfälle, wie der Falter berichtete. Im Gespräch erklärt Mock, was er nun vorhat.

Falter: Sie sagten, die Karlau hatte eine bedrückende Wirkung auf Sie. Schlimmer als in anderen Gefängnissen?

Josef Mock: Sicher, die Größe und die fehlende Helligkeit wirken bedrückend auf mich. In diesem Haus sind Menschen eingesperrt, die ihr Leben hier verbringen müssen, und die räumliche Ausstattung ist nicht die beste.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige