Prost! Lexikon der Getränke. Diese Woche: Heideboden Rosé

Ein Rosé, den man sofort ins Herz schließt

Stadtleben | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Rosé zu trinken hat meistens ein etwas überkandideltes Image. Das rührt daher, dass man einen guten Rosé so selten bekommt. Einen, den man sofort ins Herz schließt, wird von den Winzern Hans und Anita Nittnaus in Gols (Burgenland) hergestellt. Leicht trinkt er sich, die angenehme Säure und der mineralische Geschmack, der vom burgenländischen Heideboden stammt, machen einen sommerlichen Salat oder ein mit reichlich Kräutern zubereitetes Ofengemüse perfekt.

Auch wenn es unzählige Methoden und Verfahren gibt, eines steht fest, bei Rosé werden rote respektive blaue Trauben wie Weißwein verarbeitet. Je dunkler die Farbe, desto länger war die Maische mit den roten Traubenhäuten in Kontakt. Und laut Hans Nittnaus' Website bringt der Heideboden im Burgenland zwar keine Spitzenweine hervor, aber gute und vor allem verlässliche Qualität. Heideboden ist das flaches Großraumgebiet beim Neusiedlersee. Flache Weinanbaugebiete bergen die Gefahr von Stauwasser, was dort aber nicht der Fall ist. Denn Rebstöcke stehen nicht gerne in Lacken, deshalb ist der Knackpunkt in Heideboden der geologische Aufbau. Und der stimmt: durchlässig und sandig mit viel Schotter. So können die Sorten Zweigelt, Blaufränkisch und Merlot wachsen, und auch die Weißweine gedeihen gut, wie Weißburgunder und Pinot Blanc.

Aber nicht nur der Wein stimmt, es ist das ganze Erscheinungsbild, von Etikett bis Website, das diesen Betrieb und - in diesem Fall -seinen Rosé so ansprechend macht. MS


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