Barbie nicht schlechtmachen

Ein Kindergarten ohne typisch Mädchen oder typisch Bub

Stadtleben | BESUCH: ANNA HOLL | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Zwei Mädchen sitzen in einem Haufen von Bauklötzen. Sie türmen einen auf den anderen zu einer großen Burgmauer. Die Bewohner der Burg sind Ritterpferde, Elfen und Einhörner. Vor der Mauer stehen grüne Holzbäume.

Die Spielecke des Kindergartens Untermeidlinger Straße ist keine gewöhnliche. Werkzeug sucht man hier vergebens, stattdessen kleben auf den Holzklötzen Glitzersteine. Genannt wird die Ecke "Regenbogenland".

Neutrales Raumkonzept

Die Stadt Wien eröffnete den Kindergarten mit dem Regenbogenland 2008 mit neuem Konzept. Man verabschiedete sich von typischen Geschlechterrollen und Stereotypen und arbeitet "geschlechtsneutral". Es ist der einzige öffentliche Kindergarten dieser Art. Anstatt abgetrennter Puppenecken für Mädchen und klassischer Bauecken für Buben gibt es Spielzeugboxen auf Rollen, die von den Kindern im Raum verteilt werden können. Die Bauklötze liegen gleich neben den Puppen. Die Kinder können sich zusammensuchen, was sie wollen. Getrennte Spielbereiche


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