Als die Welt in den Wald kam

Der Vorarlberger Franz Michael Felder (1839-1869) war ein großer Aufrührer, Literat und Liebender - der zu Unrecht zum Lokalphänomen schrumpfte


HOMMAGE: ARMIN THURNHER
Feuilleton | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014


Foto: Vorarlberg Museum

Foto: Vorarlberg Museum

Franz Michael Felder ist der unbekannteste große Dichter Österreichs. Geboren 1839 in Schoppernau im hinteren Bregenzerwald als Sohn eines Bauern und Wagners, gelang es ihm trotz aller Widrigkeiten, sich selbst zu bilden und ein ebenso exemplarisches wie kurzes und öffentliches Leben zu leben.

Felders Tod war verwunderlich wie seine Existenz. Er vermochte es nicht, den Tod der geliebten Frau zu verwinden und starb wenige Monate nach ihr. Er war gerade 30 Jahren alt und hatte sich selbst zu einem Literaten gebildet, der europäischen Ruf genoss. Ebenso schnell wurde er wieder vergessen und zur regionalen Größe herabgestuft.

Peter Handke gab Felders Autobiografie „Aus meinem Leben“ heraus, die literarisch neben jener Franz Grillparzers mühelos besteht und uns menschlich weitaus stärker berührt. Weder Handkes Bemühungen noch jene von Michael Köhlmeier oder der Schriftstellerin Ulrike Längle noch jene zahlreicher Germanisten und Publizisten vermochten bis jetzt wirklich etwas daran zu ändern. Felders Wirkung und Wahrnehmung blieb auf Vorarlberg beschränkt.

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