Nachrichten aus dem Inneren

Die Redaktion erklärt sich selbst

BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Noch heute erzählt man sich hier die Katastrophe vom 11. September 2001: Nach dem Produktionsmontag krachten am Dienstag zwei Flugzeuge in die Twin Towers und der Falter erschien am Mittwoch mit der politischen Aufmachergeschichte über die Frisuren von Österreichs Politikern.

Vielleicht erklärt das, warum Chefredakteur Florian Klenk nun ganz glasige Augen bekommt. 1700 Polizisten sind mit einem Panzer ausgerückt, um ein paar Punks aus einem besetzten Haus zu holen. Das ist eine Supergeschichte und sie passiert noch dazu am Montag - also gerade noch vor Produktionsschluss. Um 14.30 Uhr gibt der glückliche Klenk das Kommando, das gesamte Heft umzukrempeln.

Natürlich ist die Nachricht für alle erst einmal ein Schock. Layouter Daniel Car bekommt auch ganz glasige Augen. Das liegt aber weniger an der Supergeschichte, sondern eher daran, dass er alle Seiten umackern darf. Während andere kreischend und orientierungslos herumlaufen, sagt Gepp: "Das ist so ein Chaos" und wünscht sich an einen ruhigeren Ort -zum Beispiel ins besetzte Haus der Punks. Und unser Portier Josef Egger sagt: "Jetzt werde ich mir einen Tee genehmigen." Nur Gerlinde Pölsler, deren ausgezeichnete Covergeschichte nun verschoben wird, nimmt's noch cooler. Wenn nächsten Montag nichts passiert, lesen Sie sie in der nächsten Ausgabe.

PS: Leserin Eva M. berichtete uns in einem lieben, handgeschriebenen Brief, dass sie am Nachrichten-aus-dem-Inneren-Rätsel scheiterte. Der Schlüssel: Die Buchstaben am linken Rand ergaben die Lösung.


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