Kommentar Bundestheater

Hartmann, Springer, Schmied: Und vergib uns unsere Schulden

Meinung | WOLFGANG KRALICEK | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Das Burgtheater hat Schulden. Wer hat Schuld daran? Zuerst wurde die Geschäftsführerin Silvia Stantejsky gefeuert, weil sie in ihrer kreativen Buchführung selbst nicht mehr durchblickte. Dann musste mit Matthias Hartmann auch der Intendant gehen, weil er seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt hatte.

Als Nächster geriet Georg Springer, Geschäftsführer der Bundestheater-Holding und Vorsitzender des Burgtheater-Aufsichtsrats, ins Schussfeld: Hätte er das Desaster nicht auch erkennen müssen? Hätte er nicht, meinte Minister Josef Ostermayer (SPÖ) im März unter Berufung auf ein juristisches Gutachten, Hartmann sei viel näher dran gewesen. Springer trat als Aufsichtsrat zurück, durfte aber Bundestheaterchef bleiben.

Der vorige Woche veröffentlichte Rechnungshofbericht zu den Bundstheatern sieht das etwas anders. Die Holding habe ihre strategische Führungsrolle nur unzureichend erfüllt, heißt es da. Auch die üppigen Prämien, die auf Springers ohnedies gut dotiertes Salär draufgeschlagen


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