Buch der Stunde

Der (ohnmächtige Verbraucher

KIRSTIN BREITENFELLNER | Feuilleton | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Buykott und Boykott, gezielter Einkauf und bewusste Kaufverweigerung, hatten ihre Premiere beim Kampf gegen die Sklaverei. In seiner Wirkung blieb dieser erste Verbraucherboykott unübertroffen, meint Caspar Dohmen. Der deutsche Wirtschaftsjournalist rollt in "Otto Moralverbraucher. Vom Sinn und Unsinn engagierten Konsumierens" nicht nur die 300-jährige Geschichte der politischen Einflussnahme via Konsum auf, er diskutiert auch ihre Gründe, Motive, Erfolge und Misserfolge.

Der erste Widerstand gegen unmoralisches Wirtschaften ging bereits im 17. Jahrhundert von den Quäkern aus. Der Namensgeber der bis heute bekannteste Methode war Charles Cunningham Boycott, ein britischer Gutsverwalter in Irland. Der Ex-Offizier erfand die Verweigerung von Wirtschaftsbeziehungen aber nicht, sondern wurde selbst boykottiert, weil er sich geweigert hatte, in der drohenden Hungersnot von 1879 die Pacht zu verringern. In einem Leserbrief an die Times beschwerte er sich bitterlich darüber. Dadurch wurde

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