Kommentar des Chefredakteurs

Achtung, militarisierte Zone: Gedanken zum Umgang mit dem Protest der Straße

Meinung | LEITARTIKEL: FLORIAN KLENK | aus FALTER 31/14 vom 30.07.2014

Der Demonstrant Josef S., die Hausbesetzer der Leopoldstadt, der Aufmarsch der Identitären, die Ausschreitungen in Bischofshofen, die raufenden Rapid-Fans, der besessene Sprayer "Puber": Da war ja einiges los in den letzten Wochen.

Es wurde protestiert, randaliert, beschädigt, skandiert und geprügelt, hin und wieder flog auch ein Stein in eine Auslage oder ein Punk pinkelte aus dem Fenster eines besetzten Leopoldstädter Hauses.

Es sind wütende Menschen, die den Staat fordern und die Schlagzeilen überproportional dominieren. Sie kommen von links und rechts, manche sind unpolitisch oder stammen aus einer muslimisch geprägten türkischen Community. Sie wollen es krachen lassen, weil sie glauben, unterdrückt zu sein - oder es wirklich sind. Sie denken, anders als mit Krach könne man sich kein Gehör verschaffen in diesem angeblich verlotterten Land.

Der Staat empfindet diese Proteste zunehmend als Krieg, wie nicht nur der Aufmarsch von 1700 Polizisten vor der "Pizzeria Anarchia" in Wien


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