Der deutsche Wahlkampf als Unterhaltungsshow

Eine Studie untersucht die Berichterstattung der Bild-Zeitung zum Bundestagswahlkampf und stellt fest: Journalismus ist das nicht

Politik | REZENSION: RUDOLF WALTHER | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Der Kommunikationswissenschaftler Hans-Jürgen Arlt und Wolfgang Storz, ehemaliger Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, legen ihre dritte Studie zur Bild-Zeitung vor. Die erste hieß "Drucksache 'Bild' - eine Marke und ihrer Mägde. Die 'Bild'-Darstellung der Griechenlandund Eurokrise 2010"; die zweite "'Bild' und Wulff -Ziemlich beste Partner". Die neueste, ebenfalls bei der Otto-Brenner-Stiftung erschienene, Studie trägt den Titel "Missbrauchte Politik.'Bild' und 'BamS' im Bundestagswahlkampf 2013".

In allen drei Studien geht es den beiden Autoren um den Nachweis, dass die Springer-Blätter Bild und Bild am Sonntag (BamS) nicht etwa "einen anderen Journalismus" machen, sondern "etwas anderes als Journalismus" - ein Erzeugnis nach eigenen Kriterien mit eigener "Produktionslogik".

In der Kampagne gegen den damaligen deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff konnte sich Bild zur Kämpferin für die Pressefreiheit aufwerfen, weil sie eine persönliche Mailbox-Nachricht stückweise in


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