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IT-Kolumne

Medien | INGRID BRODNIG | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Warum mögen so viele Internetuser Katzen? Weil wir auf diese Viecher unsere eigenen Gefühle projizieren. Die Katze liegt faul herum und denkt an gar nix, höchstens an Futter oder was als Nächstes zerkratzt wird (das Fauteuil? Oder doch der Schreibtischsessel?). Wir Menschen hingegen übertragen unsere eigenen existenziellen Ängste auf die Haustiere.

Aus diesem Grund legen so viele Menschen ein Facebook-oder Twitter-Profil für ihre Katze an. Das beste Beispiel ist der englischsprachige Twitter-Account @mysadcat. Da wird etwa erklärt, dass die eigene Katze traurig sei, weil sie die ganze Nacht unterwegs war und niemanden aufreißen konnte. Oder die virtuelle Katze ist niedergeschlagen, weil sich das arme Tier fragt, warum man immer jene verletzt, die einem doch am wichtigsten sind. @mysadcat ist ein ziemlich lustiges Profil. Ich glaube allerdings, wir lernen dabei mehr über Menschen als über Katzen. F


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