Neue Platten

Feuilleton | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Pop

Diverse: Wienmusik 2014

Rund ums Popfest präsentiert der Wiener Musikmanager Walter Gröbchen stets sein persönliches Jahrbuch des lokalen Musikgeschehens. Dass nur einige wenige der hier vertretenen Acts auch beim Popfest zu hören waren, zeigt vor allem eines: wie viel bemerkenswerte Musik in diesem Land gegenwärtig produziert wird. Das Stilspektrum reicht von Hip-Hop und Elektronik über Singer/Songwriter, neues Wienerlied und Indie bis zu Neo-Austropop; Bilderbuchs Überflieger "Maschin" ist auch vertreten. (Monkey) GS

Lokal

Jedermann Ensemble 013

Beim Auftritt des Engels rauschen die Harfen, gleich drauf fällt der Teufel mit der Tür, dissonantem Blech und martialischem Schepperschlagzeug ins Haus. Die Bühnenmusik zum neubarocken Salzburger Besinnungsspektakel wurde von Koregisseur Julian Crouch kokomponiert, von Martin Lowe für 13-köpfiges Ensemble arrangiert. Neben folkloristischen, sind auch jazzige und klassische Anklänge zu vernehmen, die getragenen, keineswegs kitschfreien Momente werden durch allerlei Schabernack konterkariert. (Lotus) KN

Klassik

Christian Gerhaher: Nachtviolen

Viel Schubert hat der deutsche Bariton Christian Gerhaher in seinem Leben schon gesungen; mit verschiedenen Aufnahmen prägte er den Schubert'schen Weltschmerz in den vergangenen Jahren. Die Reise setzt er nun gemeinsam mit dem Pianisten Gerold Huber fort. Unter dem Titel "Nachtviolen" steht der nachdenklich-sinnierende, der trübsinnige Schubert im Mittelpunkt. Gerhaher singt die Lieder in einer bemerkenswerten Schlichtheit und verwandelt dabei jedes für sich in ein kostbares Kleinod. (Sony) MDA


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