Alsterwasser in der Donau

Wien und Hamburg haben vieles gemeinsam, sollen sich aber noch näher kommen. Die Papierschiffhanse legte am Donaukanal an

Feuilleton | REPORTAGE: NICOLE SCHÖNDORFER | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Wir haben einen Statisten da, der riesige Windwerfer bedient, damit auch das Wetter norddeutsch ist", sagt Nils Lund, als es plötzlich zu stürmen beginnt.

Lund erzählt vom Hamburger Stadtteil St. Pauli, in dem er selbst lebt, von dessen Geschichte und Gegenwart. Er spaziert mit der Gruppe einen Plan der Reeperbahn entlang, zeigt Fotos, gibt Anekdoten mit plattdeutschen Einwürfen und Insiderwissen zum Besten. Hinter ihm das Leopold Museum.

Auf dem Asphalt sind mit Kreide Spielbudenplatz, Davidwache, Große Freiheit und Hamburger Berg eingezeichnet. Die Führung durch die fiktive Reeperbahn startet bei einem fünf Meter langen Werbeplakat, das aussieht wie ein gefaltetes Papierschiff. "Wien Ahoi! Hamburg kommt" steht drauf -ein Hamburger Stadtmarketing-Clou, umgesetzt von der Werbeagentur Jung von Matt.

Vor dem imposanten Papierkahn steht eine junge Frau mit blondem Pferdeschwanz, die mit Neugierigen die A4-Versionen dieser Schiffchen faltet und in eine Plastikurne wirft. Zu gewinnen gibt


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