Florian Holzers kulinarische Tipps: Wo gibt es die besten Hühner in Wien?

Politik | FLORIAN HOLZER | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Andreas Stadler, Bauernmarkt am Naschmarkt: Der Kleinbauer aus Tottendorf im Waldviertel bietet von selbstgemachter Wurst über selbstgebackenes Brot bis zum selbstgeschossenen Wild so ziemlich alles an, was am Land so wächst. Auch Hühner hat er immer ein paar dabei, die laufen bei ihm auf dem Hof herum und dürfen dort einfach Huhn sein. Es gibt "weiße" und "braune" Rassen.

Waldland, Petersplatz in der Wiener Innenstadt: entstand aus einem Projekt zur Förderung von Sonderkulturen während der 1980er-Jahre, mittlerweile eine gut geschmierte landwirtschaftliche Genuss-und Mehrwertmaschine. Vom Titel "Waldviertler Freilandhuhn" sollte man sich jetzt nicht allzu idyllische Haltungsbedingungen erwarten, aber die Hühner einer rasch wachsenden und besonders muskulösen, dunkelfleischigen Rasse bekommen nur hofeigenes Futter, haben reichlich Bewegung - und schmecken.

Frischeparadies in der Sagedergasse in Meidling: Hier bekommt man Hühner aus Frankreich, was zwar CO2-fußabdruckmäßig nicht so toll ist, allerdings leben die Bresse-Hühner viel länger, werden größer, fetter und schmecken auch unglaublich viel besser. Dafür kostet das dann echtes Geld. Eine perfekte Strategie, um dem Huhn wieder den Stellenwert zu geben, den es verdient.

"Henne &Hahn", Toni Freiland: Seit zwei Jahren läuft das Projekt des Freilandeipioniers Toni Hubmann zur Einführung eines sogenannten "Zweinutzungshuhns" - Hühner, die Eier legen, und Hähne, die nicht sofort nach dem Schlüpfen geschreddert werden, sondern zu drahtigen Masthähnchen heranwachsen dürfen. Nachhaltigkeit also. Die Hähne schmecken übrigens nicht schlecht und haben einen weitaus kernigeren Biss als ihre Schwestern.


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