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His Dark Places: ein Trauma-Spiel

Lexikon | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Als der amerikanische Krimiautor James (eigentlich: Lee Earle) Ellroy 1996 "My Dark Places" (auf Deutsch: "Die Rothaarige") veröffentlichte, lieferte er damit den autobiografischen Schlüssel zu seinem Werk. Der Mord, um den es in dem Buch geht, hat Ellroys Leben und Schreiben geprägt: 1958, da war er zehn, fiel seine Mutter einem Sexualverbrechen zum Opfer. In der Performance "The Lee Ellroy Show" vom belgischen Choreografen Hans Van den Broeck treffen Mutter und Sohn Ellroy auf der Bühne nochmals aufeinander. Aus dem Kindheitstrauma des Autors hat der belgische Choreograf einen Reigen intimer, mitunter verstörender Szenen gemacht, in denen Worte nur eine ganz kleine Rolle spielen, während die Körper der beiden Darsteller die Geschichte erzählen. WK Burgtheater-Kasino, Do 21.00 (auch 16.8.)


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