Sprache kann nicht angeordnet werden

Warum ich den "Brief der 800" unterschrieben und die "Rückkehr zur sprachlichen Normalität" gefordert habe

Falter & Meinung | GASTKOMMENTAR: HEINZ MAYER | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Und dann herrschte Krieg! Kaum war der "Brief der 800" (Männer und Frauen) zur genderkonformen Schreibweise öffentlich bekannt geworden, kam die Antwort. Über Gemeinheiten rede ich jetzt nicht; ein Einwand trifft aber möglicherweise: Die in dem Brief geäußerte Forderung nach "Rückkehr zur sprachlichen Normalität" sei Unsinn, weil es eine solche nicht gebe, sagen manche.

Wäre das so, wäre die ganze Debatte wirklich zu Ende. Aber leben wir tatsächlich in sprachlicher Beliebigkeit?

Derartiges kann man wohl nicht ernsthaft behaupten; ohne für andere sprechen zu können, will ich klarstellen, was ich mit "Rückkehr zu sprachlichen Normalität" meine.

Sie begegnet mir, wenn ich den Falter, den Standard, die Presse, die Salzburger Nachrichten, die Süddeutsche oder die Zeit lese; ebenso wenn ich die Nachrichtensendungen des ORF, des ZDF oder des ARD sehe und höre.

Wenn ich von "sprachlicher Normalität" rede, dann beziehe ich mich selbstverständlich auf die Gegenwart.

Dass die "sprachliche


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