Ein Hofbesuch bei Hendlbauer Herbert Hasenhüttl: wo das Vorzeigehuhn des Handels lebt

Politik | BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Im Erdgeschoß des Gründerzeithauses Ecke Neutorgasse/Heinrichsgasse liegt ein Huhn ohne Kopf. Es ruht hier ganz hinten, im Kühlregal links, sie haben es in eine saftig grüne Box gepackt. Vor wenigen Tagen lief es noch über den Hof von Hermann Pöschl aus Rauchenberg 17, St. Ruprecht an der Raab, in der Steiermark. Jetzt sind die Hendlhaxerln zusammengebunden, der Körper in Plastik verschweißt, 7,99 Euro das Kilo. Ohne Federn, Krallen und Kopf wiegt es 1350 Gramm. Es kostet mehr als doppelt so viel wie ein gewöhnliches Huhn. Warum ist es so teuer?

Die Vorgabe für diese Geschichte: Such das nächste Vorzeige-Biohuhn aus dem Lebensmittelhandel und finde heraus, wie es lebte. Martin Balluch vom kritischen Verein gegen Tierfabriken (VgT) empfiehlt die Hühner mit dem "Tierschutzgeprüft"-Zeichen. Der VgT hat diesen Standard gemeinsam mit dem Wiener Tierschutzverein und den Vier Pfoten ins Leben gerufen. Er bedeutet: Auslauf, Bewegungsfreiheit, Tageslicht, Weideflächen, Stroh im Stall.


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