Punk, Pizzakoch und Hausbesetzer

Nach der Räumung in der Mühlfeldgasse: Was denken die Hausbesetzer? Was fürchten sie? Ein Besuch bei den Punks

Politik | PSYCHOGRAMM: BENEDIKT NARODOSLAWSKY | aus FALTER 32/14 vom 06.08.2014

Mein Name ist Paula, ich trage Piercings und durch die Stadt laufe ich barfuß, meine Fußsohlen sind ganz schwarz vom Asphalt. Eigentlich gibt es mich nicht wirklich, ich bin eine Kombination aus den Hausbesetzern der Mühlfeldgasse, aber weil ich nicht will, dass ihre verschiedenen Stimmen erkannt werden, spreche ich nun mit einer. Zu groß ist die Gefahr, dass das Gesagte in dieser heiklen Situation gegen mich verwendet wird. Das war meine Bitte, bevor ich das Interview zusagte.

Als vergangene Woche 1700 Polizisten im Einsatz waren, um uns aus dem Haus zu holen, habe ich auf sie hinuntergeschaut. Wir hörten ihre Helikopter knattern. Das war ein enormer psychischer Druck, man muss ein Psycho sein, wenn man da keine Angst hat. Es hat Stunden gedauert, bis die Kiwara zu uns vorgedrungen sind. Es hat in der Früh begonnen, aber erst am Abend haben mich vier Polizisten hinausgetragen. Zwei haben mich an den Fußgelenken gepackt, zwei an den Händen. Ich habe es ihnen so schwer wie möglich


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